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RÜCKBLICK: PRESSE
01.04.2006 FNP Sahle - Vortrag:
Investor gibt Tipps zum Sparen bei den Nebenkosten
19.03.2005 Frankfurter Rundschau
Kleine Tricks gegen hohe Heizkosten
Nachforderungen bei Nebenkostenabrechnungen machen Mietern zu schaffen
RÜCKBLICK: SEMINARE + VORTRÄGE
20. Januar 2007
2. Münsterer Energiespartag
Kurhalle Münster, Friedrich-Ebert-Strasse 73, 64839 Münster
Zeit: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Kosten: kostenfreier Vortrag
15. Januar 2007
Gute Dämmung und gesundes Raumklima
Ort: Bad Vilbel, Kurhaus, Kleines Cafe
Zeit: 20.00 Uhr
Kosten: kostenfreier Vortrag
08. November 2006
Solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
Ort: Casino der Stadtwerke Hanau, Leipziger Strasse 17, 63450 Hanau
Zeit: 19.00 Uhr bis 20.45 Uhr
Kosten: kostenfreier Vortrag
Printausgabe vom 01.04.2006
Investor gibt Tipps zum Sparen bei den Nebenkosten
Preun gesheim.
Heizung, Wasser, Strom: Jedes Jahr aufs Neue führt die Abrechnung der Nebenkosten zu Verdruss bei Mietern und Eigenheimbesitzern. Die gute Nachricht: Durch sparsamen Umgang mit den Ressourcen lassen sich auch bei steigenden Preisen die Kosten im Zaum halten oder sogar senken. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Hessen lud das Unternehmen „Sahle Wohnen“ – Investor in New Betts an der Friedberger Warte – Mieter und Bewohner der Neubausiedlung zu einem Informationsabend zum Thema „Nebenkosten sparen“ ein. Energieexperte Marco Erlenbeck, der im Auftrag der Verbraucherzentrale Hessen referierte, begann seinen Vortrag mit einem Ausblick auf die weltweiten Vorräte an Öl und Gas.
Seine Prognose: Schon Mitte des kommenden Jahrzehnts sinkt die Fördermenge der fossilen Energieträger, was sich in rapide steigenden Preisen niederschlagen wird. Bereits heute zehrten die Kosten für Heizung, Wasser und Strom am Budget vieler Haushalte. Kostentreiber seien Geräte, die Tag und Nacht im Bereitschaftsmodus verweilten. „Ein Watt Stand-By-Stromaufnahme summiert sich über das Jahr gerechnet auf 1,50 Euro“, rechnete Erlenbeck vor. „Für einen Vierpersonenhaushalt kommen dabei schnell Stromkosten von bis zu 80 Euro im Jahr zusammen – eigentlich für nichts.“ Am Beispiel eines Wasserkochers demonstrierte der Energieberater, dass mit Aufmerksamkeit und kleinen Änderungen des Verhaltens – rechtzeitiges Entkalken, die richtige Füllmenge beachten, manuelles Abschalten – der Stromverbrauch bereits um zwei Drittel reduziert werden kann.
Für den Einsatz im Haushalt stellte Erlenbeck Verbrauchsmesser vor, mit denen sich leicht feststellen lässt, wie die individuelle Nutzung den Stromverbrauch beeinflusst. Den Einwand eines Zuhörers, ein Kaufpreis von 40 Euro für ein solches Gerät lohne sich kaum für einen einzelnen Haushalt, griff Maria Neffe, kaufmännische Leiterin des Service-Büros der Sahle auf: In Kürze stellt das Wohnungsunternehmen ein solches Messgerät zur Ausleihe für seine Mieter zur Verfügung. Tipps zum richtigen Heizen und Lüften in den eigenen vier Wänden und zum bewussten Umgang mit Wasser rundeten den Vortrag ab. „Beim Wasser lohnt sich Sparsamkeit in doppelter Hinsicht“, erläuterte Marco Erlenbeck. „Jeder verbrauchte Liter Frischwasser schlägt schließlich ein weiteres Mal bei der Abwasserrechnung zu Buche“. Maria Neffe äußerte sich zufrieden über die Veranstaltung. „Praktische Tipps zum Sparen von Nebenkosten liegen im Trend.“ Im Herbst, zum Beginn der Heizperiode, werde es deshalb einen weiteren Infoabend zu dem Thema anbieten.“ (fnp)
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Frankfurter Rundschau vom 19.03.2005
Nachforderungen bei Nebenkostenabrechnungen machen Mietern zu schaffen
VON JAN HILDEBRAND (FRANKFURT)
Die Beschäftigten der Mietervereine haben momentan alle Hände voll zu tun. "Bei uns geht es täglich rund", sagt Jost Hemming, Geschäftsführer beim Landesverband Hessen des Deutschen Mieterbundes (DMB). "Wir werden förmlich von Beratungsgesuchen überschwemmt", heißt es auch in Köln beim Mieterverein. Grund für den Ärger: die Nebenkostenabrechnungen. "Viele Mieter müssen erhebliche Nachzahlungen leisten", sagt Hemming.
Das liegt vor allem an den gestiegenen Heizkosten, die sich nun mit den Abrechnungen für 2004 in den Portemonnaies bemerkbar machen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Preis für Heizöl zwischen Februar 2004 und 2005 um 30,5 Prozent gestiegen, der für Gas um 7,5 Prozent und der für Fernwärme um 5,9 Prozent. Zum Vergleich: Insgesamt haben die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist nur um 1,8 Prozent angezogen.
Da die Heizkosten mit 40 Prozent den größten Teil der Nebenkosten ausmachen, kommen nun auf die Mieter heftige Nachzahlungen zu. Wer mit Öl heize, müsse 20 bis 30 Prozent mehr zahlen, sagt DMB-Pressesprecher Ulrich Ropertz. "Bei einer 90-Quadratmeter-Wohnung sind das Mehrkosten von 200 bis 300 Euro im Jahr."
Beim Heizöl macht sich vor allem der hohe Rohölpreis bemerkbar, der in den vergangenen Monaten immer wieder Rekordmarken gebrochen hat. Zum Ärger von Verbraucherschützern und DMB ist in Deutschland der Gas- an den Ölpreis gekoppelt, so dass auch hier die Kosten für die Mieter steigen. Fehlender Wettbewerb und mangelnde Regulierung bescherten den Deutschen europäische Spitzenpreise beim Gas, heißt es beim Verbraucherzentralen Bundesverband (VZBV). So sei Gas hier 50 Prozent teurer als in Großbritannien.
Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es deutliche Unterschiede. Das zeigt ein Blick in den "Brennstoffspiegel", der monatlich die aktuellen Preise veröffentlicht. Danach unterscheiden sich Ölpreise je nach Region um bis zu 13 Prozent. So kosteten 3000 Liter Heizöl, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses entspricht, in Schweinfurt (Bayern) im Februar circa 1251 Euro. Salzwedel (Sachsen-Anhalt) war mit 1257 Euro ebenfalls günstig. Spitzenreiter war Lörrach (Baden-Württemberg) mit 1420 Euro, gefolgt von Hannover (Niedersachsen) mit 1408 Euro.
Große Preisunterschiede bei Gas
Beim Gas macht der Preisunterschied bis zu 37 Prozent aus. So kosten 33540 Kilowattstunden, was ungefähr den 3000 Liter Öl entspricht, in Weiden (Bayern) nur 1413 Euro. Günstig ist Gas auch in Oldenburg (Niedersachsen) mit 1462 Euro. Kräftig zur Kassen gebeten werden die Verbraucher in Leipzig (Sachsen) mit 2026 Euro. Auf dem zweiten Platz folgt Naumburg (Sachsen-Anhalt) mit 1899 Euro.
Auch wenn Mieter nicht gleich umziehen wollen, ganz hilflos sind sie gegen die hohen Heizkosten nicht. "Es gibt viele kleine Möglichkeiten, die insgesamt zu großen Einsparungen führen", sagt der Energieberater Marco Erlenbeck. Zum Beispiel richtiges Lüften: Die Fenster sollte man nicht längere Zeit auf Kipp stellen, sondern besser kurz sperrangelweit öffnen. "Es kann außerdem helfen, im Winter die Rollläden früh runterzumachen." An den Heizkörpern sollten Termostat-Ventile angebracht sein, damit die Heizung ab einer bestimmten Temperatur abschaltet und nicht immer weiter läuft. Rauschen oder Knacken an den Heizkörpern könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Heizungspumpe nicht richtig eingestellt ist. In diesem Fall sollte der Mieter dem Eigentümer Bescheid sagen. Auf weiteres Einsparpotenzial weist der DMB hin: Liegt die Raumtemperatur nur ein Grad niedriger, sinkt der Verbrauch um sechs Prozent.
Hauseigentümern rät Energieberater Erlenbeck vor allem zur Wachsamkeit, wenn sie eine Heizungsanlage haben, die älter als 20 Jahre ist. Besonders das Abgasprotokoll des Schornsteinfegers könne Hinweise auf eine defekte Heizung liefern. Außerdem sollten Hausbesitzer darauf achten, dass die Heizungsrohre ordentlich isoliert sind. Eine Sanierung des Gebäudes könne den Energieverbrauch außerdem um die Hälfte reduzieren, sagt Erlenbeck.
Für Mieter bietet sich noch ein ganz anderes Einsparpotenzial: Nach Angaben des DMB ist jede zweite Nebenkostenabrechnung fehlerhaft. Mieter sollten daher die Abrechnungen kritisch prüfen, sagt DMB-Sprecher Ropertz. Insbesondere ein Vergleich des Energieverbrauchs mit anderen Häusern biete sich an.
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